Katharina Balmer

Container TV
Bern

Geboren 1953 in Grindelwald, Kanton Bern. Lebt und arbeitet in Bern. War Mitbegründerin von Container TV und aktiv in den ersten Jahren. Arbeitet heute als Coach und Psychotherapeutin in Bern.

00:00 Start. 00:19: Aufgewachsen in den Bergen. 03:02: Die Werte meiner Mutter. 04:38: In der Berner Szene / Ich studiere Psychologie. 06:38: Aus dem Frust mit der Uni in die Praxis mit Video. 08:58: Wir wollten die Frauenbewegung dokumentieren und eigenes Fernsehen machen. 11:09: Das Video «Frauen – jetzt langt’s» hinterfragt Frauenbilder. 12:13: Vernetzung. 13:45: Die Frauen steigen aus. 16:28: Filmkarrieren für Frauen. 17:18: Credits.

Froue – jetz längt’s

Videohexen und Container TV
Bern

1979, 34 Min., .½ Zoll, schwarz-weiss, 16 Min. (Auszüge), Original online: Videosammlung Stadt in Bewegung (Schweiz. Sozialarchiv und Memoriav).

Dokumentarfilm über die Frauenbewegung in der Schweiz in den 1970er-Jahren. Strassentheater von Feministinnen, Porträts von feministischen Organisationen und Einrichtungen anhand von Interviews: Redaktion der Zeitschrift Emanzipation, das Café Frauenzimmer in Basel, die Frauenbefreiungsbewegung (FBB), die InFra (Informationsstelle für Frauen) und die Organisation für die Sache der Frau (OFRA). Dazu feministische Musik.

Eine Vertreterin der InFra Bern
Die InFra ist eine Informationsstelle für Frauen und besteht seit sechs Jahren. Zuerst war das Lokal an der Poststrasse und jetzt haben wir einen Raum im Frauenzentrum. Etwa acht bis zehn Frauen machen mit. Es ist eine unentgeltliche Beratung für Schwangerschaftsabbrüche, Vermittlung von Frauenärzten, Scheidungen, Rechtsberatung, Psychiater, Psychologen, Kindererziehung. Am meisten Leute kommen zu uns wegen Abtreibungen, am zweitmeisten wegen Scheidungen und nachher wegen Frauenärzten, Verhütung, Kindererziehung. Wenn sie uns anrufen, geben wir keine Auskunft am Telefon. Wenn sie zum Beispiel wegen einem Schwangerschaftsabbruch nur wissen wollen, wo und wie viel es kostet, verweisen wir sie ans «Help» weiter. Weil wir mit den Leuten reden und auch aufarbeiten wollen, wo vielleicht sonst noch Probleme vorhanden sind. Also nicht nur Auskunft geben und weiterschicken.

Refrain aus dem Song «Unbeschreiblich weiblich» von Nina Hagen
Warum soll ich meine Pflicht als Frau erfüll’n? Für wen? Für die? Für dich? Für mich? Ich hab’ keine Lust, meine Pflicht zu erfüll’n. Für dich nicht. Für mich nicht. Ich hab’ keine Pflicht.

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